Corinna Köpke

M.Sc. Geophysik

    • 2003
    • Praktikum Gerichtsmedizin, Frankfurt/Main (2 Wochen)
    • 2005
    • laboratoire de chemie-physique, Universitee Paris (2 Wochen)
    • 2010
    • Max-Planck-Institut für Sonnensytemforschung, Katlenburg-Lindau (4 Wochen)
    • 2007
    • Abitur
    • 2007 - 2010
    • TU Bergakademie Freiberg Bachelor-Studium im Fach Geophysik/Geoinformatik
    • 2010 - 2012
    • TU Bergakademie Freiberg Master-Studium im Fach Geophysik
    • 2012
    • Masterarbeit am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Katlenburg-Lindau
    • 05/2013
    • Doktorandin an der Universität von Lausanne (Schweiz), Institut für Geophysik

Interview

Sie haben an der TUBAF studiert, was hat Ihnen das Studium gebracht?

Das Studium an der TU Bergakademie Freiberg hat mich dazu befähigt selbstbewusst und gut ausgebildet in meinem Fachbereich ins Berufsleben zu treten. Ich habe gelernt Vorträge zu gestalten und ansprechend zu präsentieren, eigenständig wissenschaftliche Texte zu verfassen, wobei auch immer die englische Sprache eine wichtige Rolle gespielt hat.

Was fasziniert Sie an der Kombination aus Geoinformatik und Geophysik?

Die Kombination aus Geoinformatik und Geophysik während des Bachelorstudiums bietet eine weitreichende Ausbildung in Mathematik, Informatik und Physik mit naturwissenschaftlichem Fokus. Der Erwerb von Programmierkenntnissen zu Beginn des Studiums erforderte ein gewisses Engagement, aber für die weitere wissenschaftliche Laufbahn sind diese unerlässlich. Weiterführend zum Masterstudium habe ich mich dann für das Fach Geophysik entschieden und bin sehr froh über die weitgefächerte Ausbildung während des Bachelors, die mir nun eine große Auswahl an Berufsmöglichkeiten eröffnet.

Was hat Sie dazu bewegt Ihre Masterarbeit extern zu schreiben?

Ich schrieb in der Nähe von Göttingen in Katlenburg-Lindau am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung meine Masterarbeit im Fach Geophysik. Dabei beschäftigte ich mich mit der numerischen Simulation von planetaren Magnetfeldern. Besonders gut gefiel mir die Möglichkeit meine Masterarbeit an einem internationalen Forschungsinstitut zu schreiben und dabei von einem Professor der TU Bergakademie unterstützt zu werden. Ich hatte die Möglichkeit an internationalen Konferenzen teilzunehmen, eigene Forschungsergebnisse zu präsentieren und viele Wissenschaftler kennen zu lernen. Die Masterarbeit an einem externen Institut zu schreiben hat mir viele Vorteile gebracht. Ich habe Kontakte geknüpft für meine weitere berufliche Laufbahn, ich habe einen Einblick in die aktuelle Forschung erhalten und meine Kenntnisse im Fach Geophysik ausgebaut.

Fachliches

Meine Masterarbeit am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau beschäftigt sich mit der numerischen Simulation planetarer Magnetfelder. Die Magnetfelder der Planeten des Sonnensystems sind sehr unterschiedlich und haben verschiedene Ursachen. Deshalb werden sie als Modell am Computer untersucht, um zu verstehen wie planetare Magnetfelder entstehen. Um ein Magnetfeld im Inneren eines Planeten zu erzeugen, wird ein äußerer Planetenkern aus einer Flüssigkeit (Erde) oder aus einem Gas (Jupiter, Saturn) benötigt. 

Durch die Rotation des Planeten und Temperaturunterschiede im Kern befindet sich das Fluid in Bewegung.  Dadurch breiten sich elektrische und magnetische Felder aus. 

In meiner Masterarbeit habe ich untersucht wie sich das Magnetfeld eines Planeten ohne den Einfluss der Rotation verhält. Die Frage ist, ob man ohne Rotation trotzdem ein Magnetfeld erzeugen kann und unter welchen Bedingungen.

Simulation eines planetaren Magnetfelds